wichtige Immobilienbegriffe

Wer sich für einen Immobilienkauf in Florida entscheidet, wird immer wieder auf einige wichtige Termini stoßen. Hier sollen einmal die wichtigsten Begriffe alphabetisch aufgelistet und kurz erläutert werden.

• Agreement of sale

Kurz gesagt, ist dies der Kaufvertrag. Hierin verpflichtet sich der Käufer, eine Immobilie zu einem ausgehandelten Preis zu kaufen und den Kaufpreis zu entrichten, und der Verkäufer, die Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Käufer zu übergeben.

• Amortization

Dieser Begriff meint die Darlehenstilgung.

• Annual Percentage Rate (APR)

Dies ist die Zinsrate eines Darlehens. Man unterscheidet hier (so wie in Deutschland auch) in nominal APR und effective APR, also in nominalen und effektiven Jahreszins. Hier gibt es mehr Infos http://en.wikipedia.org/wiki/Annual_percentage_rate

• Appraisal

Genauer spricht man von Real Estate Appraisal. Damit ist die Verkehrswertermittlung bzw. Wertschätzung einer Immobilie gemeint. Wenn nicht ganz klar ist, wie viel eine Immobilie tatsächlich wert ist, schaltet man einen Gutachter ein, der ein „Appraisal“ durchführt. Siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/Appraisal

• As is

Dieser Begriff meint auf Deutsch so viel wie „wie gesehen“, man lässt sich also auf einen Kauf einer Immobilie ein, deren Zustand wie gesehen ist, ohne daraus später Rechtsansprüche wegen irgendwelcher Mängel ableiten zu können.

• Capital Contribution

Der Begriff bedeutet zunächst nichts anderes als „Eigenkapital“. Im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf kann damit auch gemeint sein, dass sich die Immobilie hervorragend als Kapitalanlage eignet.

• Closing

Als Closing kann man den Kaufabschluss bezeichnen, der Moment, an dem das Eigentum übergeben und die Zahlung des Kaufvertrages geleistet wird. Weitere Infos unter http://en.wikipedia.org/wiki/Closing_(real_estate)

• Deed

Im Eigentumsrecht zeigt „Deed“ eine schriftliche Garantie für die Eigentumsübertragung an, ist also als eine Art Eigentumsurkunde zu betrachten. Die Deeds werden in verschiedene Typen unterschieden (siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Deed ):

• General warranty deed
Die General Warranty ist die Eigentumsurkunde mit dem stärksten Anspruch. Hier überträgt der Verkäufer als Garantieüberträger (Grantor) dem Garantieempfänger (Grantee) sämtliche Rechte an dem Eigentum uneingeschränkt. Die general warranty deed ist bei Wohngebäuden-Übertragungen üblich.

• Special warranty deed
Die special warranty deed beinhaltet eine Übertragungsurkunde mit einigen Einschränkungen bzw. Ausschlüssen. Im Verkauf von Privateigentum kommt sie eigentlich nicht zum Tragen, eher bei der Übertragung von Geschäftsobjekten.

• Quitclaim Deed
Der Verkäufer überträgt alle seine Rechtsansprüche am Eigentum auf den Käufer, ohne diese Rechtsansprüche zu garantieren. Die Quitclaim deed gibt keinerlei Auskunft darüber, ob die versprochenen Rechtsansprüche an der Sache gültig sind.

• Deposit

Finanziell meint dieser Begriff die Anzahlung, die bei Immobiliengeschäften als Sicherheitsleistung oftmals fällig wird.

• Fair Market Value (FMV)

Hierunter ist der geschätzte Marktwert einer Immobilie zu verstehen. Detaillierte Infos siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/Fair_market_value

• Handyman’s Special

Als Handyman’s Special werden renovierungsbedürftige Immobilien bezeichnet, die der Käufer mit starken Preisnachlässen erwerben kann. Für alle Schnäppchenjäger und Handwerker interessant. Siehe auch Definition: http://www.realestateagent.com/real-estate-glossary/Realestate/Handymans-special.html

• Improved land

Dieser Begriff ist vor allem für Bauherren in Florida wichtig. Improved land meint kein Brachland, sondern erschlossenes Land, das über einige infrastrukturelle Ausstattungen verfügt. Siehe auch http://www.realestateagent.com/real-estate-glossary/Realestate/Improved-land.html

• Pre-Approval

Das Pre-Approval kann als eine Art „grünes Licht“ bezeichnet werden, das die finanzierende Bank dem Käufer gibt, damit er die Darlehenszusage erhält. Dazu muss sich die Hypothekenbank sicher sein, dass der Käufer in der Lage sein wird, seine Raten regelmäßig zu bezahlen. Hat der das Pre-Approval bekommen, ist dies so gut wie eine Zusicherung, später die Darlehensauszahlung zu erhalten. Das Pre-Approval ist demnach die Bescheinigung der Kreditwürdigkeit. Diese kann durch verschiedene Dokumente belegt werden. Übrigens ein Tipp: Während man in Deutschland gerne vergangene Kredite, die bereits getilgt wurden, verschweigt, sollte man sie in den USA auf jeden Fall mit angeben. Amerikanische Banken sehen es gerne, wenn der Schuldner bereits nachweisen kann, dass er zuvor schon einmal ein Darlehen bis auf den letzten Cent getilgt hat. Es steigert die Kreditwürdigkeit.

• Private Mortgage Insurance (PMI)

Die PMI wird Eigentumskäufern im Falle einer Finanzierung auferlegt. Damit sichert sich der Hypothekengeber gegen Zahlungsausfälle. Eine detaillierte Informationsbroschüre gibt es hier als Pdf-Download: http://www.frbsf.org/publications/consumer/privatemortgage.pdf
Diese Übersicht ist nur sehr willkürlich ausgewählt und sehr knapp. Wer sich für ein ausführliches Glossar interessiert, findet hier eine gute alphabetische Zusammenstellung über alle Real Estate – Begriffe im amerikanischen Markt: http://www.realestateabc.com/glossary/

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